Globale Richtlinie zur Bekämpfung von Menschenhandel und moderner Sklaverei
Einführung
Die Entrust Corporation (das „Unternehmen“) verfolgt in Bezug auf Menschenhandel und moderne Sklaverei einen Null-Toleranz-Ansatz und verpflichtet sich, bei allen geschäftlichen Transaktionen und Beziehungen ethisch und integer zu handeln sowie wirksame Systeme und Kontrollen einzuführen und durchzusetzen, um sicherzustellen, dass moderne Sklaverei nirgendwo in unserem eigenen Unternehmen oder unserer Lieferkette stattfindet.
Zweck
Menschenhandel und moderne Sklaverei sind ernsthafte menschenrechtliche Herausforderungen, von denen gefährdete Gruppen auf der ganzen Welt betroffen sind. Diese Richtlinie soll den Null-Toleranz-Ansatz von Entrust in Bezug auf Menschenhandel und moderne Sklaverei vermitteln und sicherstellen.
Geltungsbereich
Entrust ist ein Anbieter von sicheren physischen und digitalen Identitätslösungen. Die Entrust Corporation hat ihren Hauptsitz in Minnesota, USA. Zusammen mit seinen globalen Tochtergesellschaften und verbundenen Unternehmen (im Folgenden als „Entrust“ oder das „Unternehmen“ bezeichnet) beschäftigt das Unternehmen weltweit über 3.000 Mitarbeiter und ist in vier wichtigen Regionen tätig: EMEA, APAC, LATAM und Nordamerika.
Diese Richtlinie gilt für alle Mitarbeiter der Entrust-Einheiten weltweit, soweit dies mit den vor Ort geltenden gesetzlichen Bestimmungen, Richtlinien, geschäftlichen Erfordernissen und Praktiken dauerhaft vereinbar ist. Bei Diskrepanzen zwischen dieser Richtlinie und einer lokalen Richtlinie hat die lokale Richtlinie Vorrang.
Richtlinie
Es entspricht der Firmenpolitik von Entrust, dem Menschenhandel und der modernen Sklaverei energisch entgegenzutreten. Dementsprechend unternimmt das Unternehmen unter anderem die folgenden Schritte:
- Das Unternehmen toleriert weder Menschenhandel noch moderne Sklaverei in irgendeinem Aspekt seiner eigenen Arbeit und wird dies auch nie tun.
- Das Unternehmen wird bei Bedarf mit anderen Organisationen zusammenarbeiten, um eine einheitliche Front gegen Menschenhandel und moderne Sklaverei in seinem weiteren Arbeitsumfeld zu bilden.
- Das Unternehmen wird die Mitarbeiter nach Bedarf unterstützen, damit sie sich der Risiken des Menschenhandels und der modernen Sklaverei bewusst sind und angemessen handeln, wenn ein solches Risiko erkannt wird. Unter anderem erfolgt dies durch entsprechende Schulungen zu dieser Richtlinie und ihren Anforderungen gemäß den geltenden gesetzlichen Bestimmungen und lokalen Praktiken.
- Das Unternehmen ist bestrebt, in die Verträge mit seinen Zulieferern Bestimmungen aufzunehmen, die in ähnlicher Weise den Einsatz von Zwangs- oder Pflichtarbeit oder von gehandelten Arbeitskräften verbieten, und erwartet, dass seine Lieferanten ihre eigenen Lieferanten zur Einhaltung der gleichen hohen Standards verpflichten werden.
- Das Unternehmen kann seine Beziehungen zu Einzelpersonen oder Unternehmen, die sich nicht an diese Richtlinie halten, vorbehaltlich der geltenden gesetzlichen Bestimmungen beenden.
Definitionen
Menschenhandel: Die Organisation oder Erleichterung der Reise einer anderen Person, damit diese Person ausgebeutet werden kann. Es ist unerheblich, ob diese Person in die Reise eingewilligt hat oder nicht. Die Ausbeutung muss nicht tatsächlich stattgefunden haben.
Ausbeutung: Sklaverei, Leibeigenschaft oder Zwangs- bzw. Pflichtarbeit; sexuelle Ausbeutung insbesondere, aber nicht ausschließlich Prostitution und Sexualdelikte an Kindern; die Entnahme von Organen, sofern sie nicht ordnungsgemäß von den zuständigen Behörden genehmigt wurde; die Sicherstellung von Dienstleistungen oder anderen Vergünstigungen/Vorteilen durch Gewalt, Bedrohung oder Täuschung; und die Sicherstellung von Dienstleistungen durch Kinder oder körperlich oder geistig kranke oder behinderte Personen, wenn vernünftigerweise zu erwarten ist, dass jemand ohne die entsprechende Schutzbedürftigkeit diese verweigert hätte.
Gesetzgebung zur modernen Sklaverei: Alle geltenden Gesetze zur Verhinderung von Sklaverei, insbesondere, aber nicht ausschließlich der Modern Slavery Act des Vereinigten Königreichs von 2015, der australische Modern Slavery Act von 2018 und der kanadische Fighting Against Forced Labour and Child Labour in Supply Chains Act von 2023.
VERANTWORTLICHKEIT
Die Verhinderung, Aufdeckung und Meldung von moderner Sklaverei in jedem Teil der Geschäfts- oder Lieferkette des Unternehmens liegt in der Verantwortlichkeit aller Mitarbeiter.
- Es liegt in der Verantwortlichkeit von Entrust, die Umsetzung dieser Richtlinie und aller damit verbundenen lokalen Richtlinien an allen betroffenen Standorten sicherzustellen.
- Es liegt in der Verantwortlichkeit der Führungskräfte auf allen Ebenen, sicherzustellen, dass die ihnen unterstellten Mitarbeiter diese Richtlinie und alle damit verbundenen lokalen Richtlinien verstehen und einhalten.
- Von Mitarbeitern wird erwartet, Entrust dabei zu helfen, dass es an ihrem Arbeitsplatz nicht zu Verstößen gegen Bestimmungen dieser Richtlinie kommt. Jeder Mitarbeiter ist daher dafür verantwortlich, tatsächliche bzw. mögliche Verstöße gegen diese Richtlinie und/oder eine entsprechende lokale Richtlinie unverzüglich zu melden.
EINEN VORFALL MELDEN
Vorfälle mit möglichen Verstößen gegen diese Richtlinie müssen sofort gemeldet werden. Ein Mitarbeiter kann den Vorfall zunächst seinem direkten Vorgesetzten oder dem Manager der nächsthöheren Führungsebene melden. Vorgesetzte und Manager müssen alle Vorfälle dieser Art an Human Resources melden.
Wenn der Mitarbeiter den Vorfall aus irgendeinem Grunde nicht an Vorgesetzte melden kann oder möchte, sollte er ihn an den Human Resources Business Partner der entsprechenden Geschäftseinheit melden. Außerdem steht Mitarbeitern auch die Möglichkeit offen, Meldungen anonym über die Ethik-Hotline unter entrust.ethicspoint.com vorzunehmen. Weitere Informationen über die Ethik-Hotline finden Sie im Ethik-Code und auf der Compliance-Website von Entrust Compliance.
Jede Meldung eines möglichen Verstoßes gegen diese Richtlinie wird im Einklang mit dem geltenden Recht und den lokalen Richtlinien und gemäß den Umständen des gemeldeten Verstoßes untersucht. Während der gesamten Untersuchung wird der jeweilige Fall vertraulich behandelt, insoweit dies für eine ordnungsgemäße Untersuchung und für die Durchführung von Korrekturmaßnahmen sowie gemäß dem geltenden Recht und den lokalen Richtlinien möglich ist. Das Unternehmen fördert Offenheit und wird jeden unterstützen, der im Rahmen dieser Richtlinie in gutem Glauben ein echtes Anliegen vorbringt, auch wenn es sich als falsch erweist.
Repressalien wegen der Meldung möglicher Verstöße sind streng untersagt und werden mit Disziplinarmaßnahmen bis hin zur Entlassung geahndet.
Ausnahmen
Es gibt keine Ausnahmen von dieser Richtlinie.
Zuständigkeit und Überprüfung
Die Verantwortlichkeit für diese Richtlinie liegt beim VP Compliance, der für die unternehmensweite Einhaltung dieser Richtlinie verantwortlich ist. Sie wird jährlich entsprechend der Global Policy on Creation and Administration of Global Policies (globale Richtlinie zur Erstellung und Verwaltung globaler Richtlinien) und gemäß den geltenden Anforderungen der Gesetzgebung zur modernen Sklaverei überprüft.
Downloads
- Anti-Sklaverei-Richtlinie (Englisch)
- Anti-Sklaverei-Richtlinie (Spanisch)
- Anti-Sklaverei-Richtlinie (Französisch)
- Anti-Sklaverei-Richtlinie (Deutsch)
- Anti-Sklaverei-Richtlinie (Chinesisch)
- Anti-Sklaverei-Richtlinie (Japanisch)
- Anti-Sklaverei-Richtlinie (Portugiesisch)
- Erklärung zur Bekämpfung moderner Sklaverei