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Rollenbasierte Zugriffskontrolle (Role-based Access Control, RBAC) ist ein Zugriffskontrollmechanismus, der Rollen und Privilegien definiert, um zu bestimmen, ob einem Benutzer der Zugriff auf eine Ressource gewährt werden soll. Rollen werden anhand von Merkmalen wie Standort, Abteilung, Dienstalter oder Aufgaben eines Benutzers definiert. Berechtigungen werden auf der Grundlage von Zugriff (was der Benutzer sehen kann), Operationen (was der Benutzer tun kann) und Sitzungen (wie lange der Benutzer dies tun kann) vergeben.

Welches sind die drei Hauptregeln für RBAC?

  1. Rollenzuweisung: Ein Benutzer kann Privilegien ausüben, wenn ihm eine Rolle zugewiesen wurde.
  2. Rollenbasierte Autorisierung: Die Rolle eines Benutzers muss autorisiert sein, damit sichergestellt ist, dass Benutzer nur Rollen übernehmen können, für die sie autorisiert sind.
  3. Privilegienautorisierung: Ein Benutzer kann bestimmte Privilegien ausüben, wenn er aufgrund seiner Rollenzuweisung und Autorisierung dazu berechtigt ist.

Was sind die Vorteile von RBAC?

Bekenntnis zum „Prinzip der geringsten Rechte“: RBAC hilft bei der Verwirklichung von Zero-Trust-Sicherheit, indem einem Benutzer auf der Grundlage seiner Rolle die geringstmögliche Anzahl von Zugriffsberechtigungen zugewiesen wird. Die Rolle definiert die Berechtigungen, die der Benutzer benötigt, um die mit seiner Funktion verbundenen Geschäftsaufgaben auszuführen.

Verringerung des Verwaltungsaufwands: Verwenden Sie RBAC, um Rollen schnell hinzuzufügen und zu wechseln und sie global über Betriebssysteme, Plattformen und Anwendungen hinweg zu implementieren. Verringern Sie außerdem die Fehleranfälligkeit bei der Vergabe von Benutzerrechten. RBAC hilft auch dabei, Benutzer von Drittanbietern einfach in Ihr Netzwerk zu integrieren.

Aufgabentrennung: Da die Rollen getrennt sind, kann theoretisch kein einzelner Benutzer die Ursache für einen bedeutenden Sicherheitsverstoß sein, da ein Hacker auf die Ressourcen beschränkt wäre, auf die das Konto Zugriff hat.

Verbesserte Compliance: RBAC unterstützt Unternehmen bei der Einhaltung von Vorschriften zum Datenschutz und zur Wahrung der Privatsphäre sowie bei der Erfüllung gesetzlicher Anforderungen, die von regionalen und lokalen Regierungsbehörden durchgesetzt werden. Dies ist möglich, da IT-Abteilungen und Führungskräfte Datenzugriffsberechtigungen auf der Grundlage von Benutzerrollen verwalten können.

Was ist der Unterschied zwischen RBAC und ABAC?

Während RBAC die Berechtigung auf der Rolle des Benutzers aufbaut, stützt sich die attributbasierte Zugriffskontrolle (Attribute-based Access Control, ABAC) auf Attribute, die mit dem Benutzer (z. B. Berufsbezeichnung, Dienstalter, Arbeitsaufgaben), der Ressource (z. B. Datei-/Anwendungstyp, Sensibilität oder Quelle) oder dem Kontext (z. B. wo, wie und/oder wann auf die Ressource zugegriffen wird) in Verbindung stehen.

ABAC erweitert die Berechtigungsoptionen durch Hinzufügen spezifischer Attribute exponentiell, was im Vergleich zu RBAC eine weitere Kontrollebene darstellt. Dies erhöht zwar die Flexibilität immens im Vergleich zur rollenbasierten Zugriffssteuerung, führt aber auch zu mehr Komplexität, die ein höheres Risiko von nicht richtig implementierten und verwalteten Berechtigungen mit sich bringt.

Ermöglichen die Lösungen für die Identitäts- und Zugriffsverwaltung (IAM) von Entrust RBAC?

Ja, die IAM-Lösungen von Entrust bieten RBAC, um die Zugriffsverwaltung zu vereinfachen und den Datenschutz zu gewährleisten. Diese Funktion verbessert nicht nur die Einhaltung regionaler Vorschriften, sondern sorgt auch für die nötige betriebliche Effizienz, indem Zugriffsrechte auf Rollen angewendet werden, anstatt Benutzerrechte einzeln festzulegen und zu verwalten.